Die Sonne. Motor unseres Wetters.Die Sonne. Motor unseres Wetters.

Warum betrügt uns das Thermometer? Das Geheimnis der gefühlten Temperatur!

Stell dir vor, du gehst im Winter nach draußen. Das Thermometer zeigt genau 0 Grad an. Aber brrr! Der Wind pfeift dir um die Ohren und es kommt dir plötzlich vor wie eisige -5 Grad.
Wie kann das sein? Das liegt an einem coolen Phänomen namens gefühlte Temperatur!

Die gefühlte Temperatur (manchmal nennt man sie auch wahrgenommene Umgebungstemperatur) ist nicht das, was das Messgerät anzeigt, sondern das, was deine Haut tatsächlich spürt. Sie verrät dir, wie gemütlich oder ungemütlich das Wetter da draußen wirklich wird.

Der geheime Klima-Michel: Ein ganz normaler Typ aus dem Computer

Aber wie finden Meteorologen – also die Wetter-Experten – heraus, wie wir uns fühlen? Sie nutzen dafür einen digitalen Super-Tester! Die meisten Wetterdienste benutzen dafür das sogenannte Klima-Michel-Modell.

Dabei haben sich Forscher einen virtuellen Standard-Menschen ausgedacht und ihn „Klima-Michel“ genannt (kein Witz, der heißt wirklich so!). Der Computer berechnet für diesen Michel, wie schnell er schwitzt oder friert.

  • Wenn es im Sommer extrem heiß ist, zeigt das Modell, wie stark das Herz-Kreislauf-System belastet wird.

  • Wenn es windig und nass ist, berechnet es, wie schnell der Michel auskühlt.

Blick auf die Wetterstation: Was bedeutet „Feels like“?

Wenn du das nächste Mal auf die Anzeige der Wetterstation-Sielen schaust, halte mal Ausschau nach dem englischen Begriff „Feels like“. Das bedeutet übersetzt einfach „Fühlt sich an wie“. Das ist genau der Wert für die gefühlte Temperatur! So weißt du immer sofort, ob du doch lieber die dicke Winterjacke oder das T-Shirt anziehen solltest.

Quellennachweis: