Warum weht die Luft? Wie Wind, Wetter und Stürme entstehen
Wir kennen ihn alle: Mal raschelt er als sanfte Brise im Sommer durch die Blätter, mal pustet er uns als stürmische Böe im Herbst fast vom Fahrrad. Die Rede ist von Wind. Aber hast du dich schon mal gefragt, wie Wind eigentlich entsteht?
Der Wind hat einen riesigen Einfluss auf unser Wetter. Dabei ist er im Grunde genommen gar kein Hexenwerk, sondern einfach nur bewegte Luft!
Die Sonne als riesiger Wind-Motor
Der eigentliche Chef hinter dem Wind ist unsere Sonne. Sie wärmt die Erde auf – aber nicht überall gleich schnell!
Am Äquator (also in der Mitte der Erde) scheint die Sonne fast senkrecht vom Himmel. Dort wird die Luft superschnell warm. An den Nord- und Südpolen trifft das Sonnenlicht dagegen nur schräg auf die Erde und muss einen viel längeren Weg zurücklegen. Deshalb bleibt es dort eisig kalt.
Jetzt kommt der Trick: Warme Luft ist leichter als kalte Luft. Sie steigt nach oben, genau wie ein Heißluftballon! Weil die Luft nach oben flitzt, wird sie am Boden weniger. Es entsteht eine Zone mit niedrigem Luftdruck – ein sogenanntes Tiefdruckgebiet.

Da die Natur es aber gar nicht mag, wenn irgendwo gähnende Leere herrscht, will sie den Unterschied ausgleichen. Die kalte Luft aus der Umgebung saust schnell herbei, um das Loch im Tiefdruckgebiet zu füllen. Genau diese flitzende Luft spüren wir dann als Wind auf der Haut!
Das Geheimnis an der Küste: Was ist Landwind und Seewind?
Am Meer kann man dieses Naturschauspiel wie eine riesige Klimaanlage beobachten. Hier entsteht ein Kreislauf aus Seewind und Landwind:
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Tagsüber weht der Seewind: Am Morgen heizt die Sonne den Strand viel schneller auf als das tiefe Meerwasser. Die warme Luft über dem Land steigt auf und es entsteht ein Tiefdruckgebiet am Boden. Über dem Wasser ist es kühler – dort herrscht ein Hochdruckgebiet. Um das auszugleichen, strömt die kühle Luft vom Meer zum Strand. Die Meteorologen sagen dazu Seewind (oder auch Meereswind).
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Nachts weht der Landwind: Am Abend dreht sich das Spiel um. Das Meer hat den ganzen Tag Wärme gespeichert und gibt sie jetzt langsam an die Luft ab. Nun steigt die warme Luft über dem Meer auf (ein neues Tiefdruckgebiet entsteht auf dem Wasser). Die Luft vom abgekühlten Land strömt aufs Meer hinaus – das ist der Landwind.
Der Föhnwind: Wenn die Luft über die Berge klettert
Ein ganz besonderer Wind ist der Föhnwind. Das ist ein warmer Fallwind, den man vor allem im Gebirge, wie zum Beispiel in den Alpen, kennt.
Und so funktioniert er: Warme, feuchte Wolken ziehen vom Mittelmeer los und krachen im Norden gegen die Alpen. Sie müssen über die Berge klettern. Weil das ganz schön anstrengend ist und es oben kalt wird, regnen sich die Wolken erst einmal komplett aus. Die trockene Luft klettert über den Gipfel und saust auf der anderen Seite der Berge im Eiltempo nach unten. Dabei heizt sie sich stark auf. Das ist der berühmte Föhnwind.
Wie messen wir die Windstärke?
Wie schnell die Luft unterwegs ist, messen Forscher in Kilometern pro Stunde (km/h). Um den Überblick zu behalten, nutzen sie eine Skala für die Windstärke von Stufe 1 bis Stufe 12:
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Bei Windstärke 5 weht ein „frischer Wind“ mit etwa 30 km/h.
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Ab Windstärke 8 wird es ungemütlich. Ab hier gibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) offizielle Sturmwarnungen heraus.
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Bei der höchsten Stufe, der Windstärke 12, rast die Luft mit über 118 km/h an uns vorbei. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) nennt dieses gefährliche Wetterschauspiel einen Orkan.

Wind: Fluch oder Segen?
Wenn der Wind richtig wütend wird, kann er großen Schaden anrichten: Er deckt Dächer ab, knickt Bäume wie Streichhölzer um und beschädigt Stromleitungen.
Aber ohne Wind wäre unsere Welt auch ziemlich langweilig (und ziemlich ungemütlich)! Er hat nämlich tolle Vorteile:
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Saubere Energie: Früher trieb er Windmühlen an, heute erzeugen wir mit riesigen Windrädern umweltfreundlichen Strom.
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Spaß auf dem Wasser: Ohne ihn würde sich kein Segelboot von der Stelle bewegen.
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Treibstoff sparen: In großer Höhe gibt es den sogenannten Rückenwind. Er schiebt Passagierflugzeuge an, sodass sie viel schneller ans Ziel kommen und weniger Sprit verbrauchen.
Du siehst: Der Wind ist eine mächtige Kraft der Natur, die unser Wetter erst so richtig spannend macht!
Welche Windstärke magst du am liebsten – die sanfte Brise zum Drachensteigen oder das gemütliche Sturm-Wetter im Haus?
Quellennachweis & Link-Tipps zum Weiterlesen
Wenn du noch mehr über das Wetter und den Wind erfahren möchtest, kannst du auf diesen Seiten der Internet-Enzyklopädie Wikipedia und beim Wetterdienst nachschauen:
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Alles über den Wind: Wikipedia: Wind
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Wie das Wetter funktioniert: Wikipedia: Wetter
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Was ist eigentlich Luftdruck?: Wikipedia: Tiefdruckgebiet
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So entsteht der Wind am Strand (Landwind): Wikipedia: Landwind
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So entsteht die kühle Brise vom Meer (Seewind): Wikipedia: Seewind
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Der warme Wind aus den Bergen: Wikipedia: Föhn
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Warum Luft manchmal nach unten saust: Wikipedia: Fallwind
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Die Tabelle für die Windstärken (Beaufortskala): Wikipedia: Beaufortskala
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Die Wetter-Experten in Deutschland: Wikipedia: Deutscher Wetterdienst (DWD)
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Wenn der Sturm zum Monster wird: Wikipedia: Orkan

